Chronik


Der Gesangverein "Liederkranz" ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Gemeinde Wiesen.
Fahnenweihe Liederkranz Fahnenweihe Liederkranz

Seine Zielsetzung ist es, den Gesang und die Geselligkeit zu pflegen, die Zusammengehörigkeit der Bewohner zu fördern und bei örtlichen Veranstaltungen mitzuwirken. Der Gesangverein "Liederkranz" Wiesen wurde am 15.12.1919 im Gasthaus von Auguste und Emil Götz gegründet. Nach der langen grausamen Zeit des ersten Weltkrieges erfasste die Überlebenden der verständliche Wunsch nach Lebensfreude und Geselligkeit. Aus der grossen Zahl von 39 Gründungsmitgliedern ist ersichtlich, dass ein grosses Bedürfnis für den Verein bestand.

Die Geschichte des Vereins lässt sich in zwei Abschnitte gliedern: die Zeit von 1919 bis 1939 und die Zeit nach 1949.

Erste Phase: die Zeit bis 1939:
In der -- vor allem wirtschaftlich -- nicht leichten Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verdient ein Name besondere Hervorhebung: Leo Büdel, der insgesamt 22 Jahre lang Erster Vorsitzender des Vereins war und ihn allen widrigkeiten zum Trotz erfolgreich führte. In Bezug auf den Hauptzweck des Vereins, den Gesang,schreibt der damalige Chronist: "Wir singen nicht um Geld und Gut, und nicht um eitle Pracht". Der "Liederkranz verstand sich als kulturelle Einrichtung und wirkte als solche bei kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen, Gedenkfeiern und Konzerten mit. Neben dem Fleiss und Eisatz der Sänger war es vor allem den Dirgenten Herrn Georg Geiger aus Bieber und später dessen Sohn Heinrich zu verdanken, dass die gesanglichen Darbietungen beachtliche Qualität erreichten. 1927 trat der Verein dem "Main-Spessart-Bund", vergleichbar mit dem heutigen "Maintal-Sängerbund" bei. Mit der Pflege des Gesangs ging die Pflege der Geselligkeit einher, was sich in zahlreichen Theateraufführungen, öffentlichen Familienabenden und internen Zusammenkünften, aber auch im Kontakt zu auswärtigen Vereinen äusserte. Um die Finanzen des "Liederkranzes" war es von Anfang an nicht zum besten bestellt; nur durch den Idealismus seiner Mitglieder wurde der Verein zusammengehalten. Zur Zeit der Inflation 1923 mussten die Proben jedoch vorübergehend eingestellt werden. Nach der Währungsreform verbesserte sich die Situation; in diese Zeit fällt auch die Fahnenweihe im Juli 1928. Die Weltwirtschaftskrise 1929 führte dann aber zeitweise wieder zur Einstellung der Proben. Unter diesen Umständen blieben lediglich 16 aktive Sänger übrig, bis mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 der Verein für lange Zeit Verstummte.

Zweite Phase: die Zeit nach 1949:
Am 9. Dezember 1949 trafen wieder Sangesfreunde zusammen, um die Tradition des "Liederkranzes" wiederzubeleben. Der Verein nahm durch die Treue seiner Mitglieder und die Gunst der Zeit bald einen beachtlichen Aufschwung. 1951 wurde der Verein Mitglied der "Sängervereinigung Nordspessart" und trat 1957 nach deren Auflösung dem "Maintal-Sängerbund" bei. Die Qualität des Gesanges hob sich entscheidend, als 1960 Kurt Schneider den Taktstock übernahm. In dieser Zeit wurden bei Wertungssingen die Prädikate "sehr gut" und "hervorragend" erzielt; der Verein wurde wegen seiner gesanglichen Leistungen 1973 zum Bundeschorkonzert eingeladen.
In der Nachkriegszeit war der "Liederkranz" anfänglich gezwungen, sich durch Faschingsabende und Theateraufführungen eine finanzielle Basis zu schaffen. Doch schon bald verbesserte sich, bedingt durch den allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung die Lage des Vereins spürbar. 1972 konnte ein lange gehegter Wunsch realisiert werden: durch den Einsatz aller Sänger, allen voran des damaligen Vorstandes Georg Büdel, konnte sich der Verein aus eigener Finanzkraft ein Sängerheim, die "Sängerhütte" schaffen, in dem seither ein Teil der Proben, aber auch zahlreiche gesellige Zusammenkünfte stattfinden. Unter dem Vorsitzenden Manfred Krebs, der dieses Amt mit einer kleinen Unterbrechung seit 1982 bekleidet wurde der "Liederkranz" 1990 in das Vereinsregister eingetragen. Unter seiner Federführung wurde 1997 mit der Gründung eines Frauenchores im "Liederkranz" Wiesen erneut ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufgeschlagen. Bereits fünf Jahre später wurde erneut ein neues Projekt ins Leben gerufen. Zunächst unter dem Label "The NEW SINGING PROJECT" trafen sich auf Anhieb über 40 begeisterungsfähige junge Menschen und bilden nunmehr die jüngste Formation im Verein. Als Gospel und Pop-Projekt gegründet hat sich diese dritte Chorgruppe im Verein bereits etabliert und stabilisiert. Rechtzeitig zum Konzert am 24. Mai 2003 gab sich der Projektchor einen neuen Namen und tritt seitdem als SING & SWING vor das Publikum.

Unter der Vorsitzenden Lucia Maniura, die den Verein von 2005 bis 2011 leitete, wurde die Diversifikation mit der Gründung des Seniorenchors SÄWa (Sänger&Wanderer) weiterbetrieben. Diesen Chor leitet unser Ehrenchorleiter Kurt Schneider bis zum heutigen Tage. Mit Michael Götz als jungem Chorleiter startete im selben Jahr das Gesangsensemble "DaCapo" und weiterhin das Theaterensemble "HasnStadl", das im Rhythmus von 2 Jahren in wechselnder Besetzung volkstümlich Stücke zum Besten gibt. Im Jahre 2008 waren in der Gemeinde Wiesen + Heinrichsthal noch genügend und singwillige Kinder, für die Lucia Maniura den Kinderchor "Lollipop" gründete und als Chorleiterin Simone Schmedding gewinnen konnte. Leider musste dieser Chorbetrieb wegen Nachwuchsmangel in 2012 wieder eingestellt werden. Eine unrühmliche aber in diesen Zeiten nicht außergewöhnliche Situation bewältigte der Verein im Frühjahr 2012, indem zuächst kein Vorstand für die Nachfolge von Lucia Maniura gefunden wurde. Schließlich konnte jedoch die Vereinsführung gleichberechtigt durch Andrea Fäth und Manfred Krebs nicht nur wieder aufgenommen, sondern mit Neubestzungen weiter verjüngt werden. Die bisherigen Vorstandsmitglieder blieben in Ämtern, Aufgaben oder als Beisitzer dem Verein erhalten.


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